Produktkatalog

Unsere 44-seitige Preisliste als Download.

Menu

Weit über 300 Teilnehmer und überzeugende Referenten haben den ersten Online-Mauerwerkstag – eine Gemeinschaftsveranstaltung der Hörl+Hartmann Ziegelwerke Dachau, Gersthofen, Klosterbeuren, Deisendorf sowie dem Ziegelwerk Bellenberg und Südwest Ziegel – zum Erfolg geführt. Im Mittelpunkt stand die bauphysikalische und juristische Betrachtung der Frage nach der Zukunft der Fensterlüftung in Wohngebäuden im Zusammenhang mit dem neuen Gebäudeenergiegesetz GEG.

 Dachau, 18. März 2021 (prc) – Wesentliche Neuerungen des Gebäudeenergiegesetzes GEG für zu errichtende Wohngebäude sowie Anforderungen an Altbauten rücken das Thema Lüftung zunehmend in den Fokus von Planern, Bauunternehmern und Handwerkern. Bedürfnisse und Wünsche auftraggebender Bauherren auf der einen Seite sowie anerkannte Regeln der Technik und der damit verbundenen Verantwortung der Planer und der ausführenden Gewerke auf der anderen Seite, können in der Praxis zu Interessenskonflikten führen. Während Bauherren oft Wert auf kostengünstiges Bauen und eine auf ein Minimum beschränkte Technik im Haus legen, schulden Planer einen Werkerfolg im Sinne eines funktionierenden Bauwerks. Dies wiederum bedeutet eine Umsetzung unter Beachtung der anerkannten Regeln der Technik. Ulrich Eix, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht in der renommierten Kanzlei Lutz | Abel (München, Stuttgart), riet zu einer gewissen Vorsicht vor einer „DIN-Gläubigkeit“, indem er die Unterschiede zwischen DIN-Normen und anerkannten Regeln der Technik aus juristischer Sicht verdeutlichte und Ansätze zur Auflösung des Konflikts aufzeigte.

Dipl.-Ing. Stefan Horschler, Architekt beim Büro für Bauphysik (Hannover), stellte klar, dass ein Lüftungskonzept im Wohnungsbau entgegen häufiger Einschätzungen nicht zwingend an die DIN 1946-6 gekoppelt sei. Vielmehr sei das Lüften über Fenster aus technischer Sicht vollumfänglich möglich. Auf Basis des neuen GEG stellte er Grundlagen zum Lüften und Aufstellen eines Lüftungskonzepts anhand zahlreicher Berechnungen und Beispiele vor.

In der zum Abschluss der Veranstaltung von Jochen Lang, Geschäftsführer der Akademie der Ingenieure AkadIng GmbH (Ostfildern), moderierten Gesprächsrunde, wurden konkrete Fragen der Teilnehmer sowohl aus bautechnischer und normativer, als auch aus juristischer Sicht diskutiert und beantwortet.

Der mit weit über 300 Teilnehmern bestens angenommene Online-Mauerwerkstag 2021 bestätigt die Relevanz digitaler Informations- und Fortbildungsangebote. Demnach möchten die veranstaltenden Unternehmen auch über die Corona-Pandemie hinaus im Rahmen der neugegründeten MauerwerksAkademie umfassende Fortbildungsseminare in digitaler Form anbieten. Diese sollen sich auch in Zukunft hauptsächlich an Architekten, Planer, Bauunternehmer, Baustofffachhändler und Handwerker richten.

Dipl.-Ing. Architekt Stefan Horschler (links), Inhaber des Büro für Bauphysik (Hannover), sowie Ulrich Eix (rechts), Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht in der renommierten Kanzlei Lutz | Abel (München, Stuttgart), referierten auf dem Online-Mauerwerkstag 2021.

GEG ready! Neues IT-Tool garantiert Prognosesicherheit und einfache Nachweisführung

Ziegel Wärmebrückenkatalog 5.0

Januar 2020 (PRG) Ab sofort stellt die Arbeitsgemeinschaft Mauerziegel e. V. den neu überarbeiteten Ziegel Wärmebrückenkatalog 5.0 kostenfrei zur Verfügung. Damit haben Architekten und Fachplaner Zugriff auf eine bedienungsfreundliche Software, die schon heute fit für das Gebäudeenergiegesetz (GEG) ist.

Nutzerfreundliches und modernes Arbeitsinstrument

Basierend auf umfangreichen Änderungen und Erweiterungen der DIN 4108-Bbl.2 hat die Ziegelindustrie ihren Wärmebrückenkatalog vollständig überarbeitet und erweitert. Mit bauphysikalischen Werten sowie Anschlussdetails für die Ausführung von monolithischem Ziegelmauerwerk und ergänzenden Bauweisen stellt der Katalog eine wesentliche Grundlage für die tägliche Arbeit von Planern und Architekten dar.

Der Katalog wird als PDF-Dokument sowie als Online-Tool bereitgestellt. Die Online-Version ermöglicht eine digitale Planung konstruktiver Detaillösungen. Detailanschlüsse können dabei sowohl aus den in der Software hinterlegten Ziegelwärmebrücken als auch normbasiert ausgewählt werden. Weiterhin wird eine händische Eingabe von Anschlusslösungen, z. B. aus anderen Herstellerkatalogen, und zugehörigen Wärmebrücken-Kennwerten ermöglicht.

Für Übersicht und Arbeitserleichterung sorgen die Berechnung eines projektspezifischen Wärmebrückenzuschlags und die Nachweisführung für den Nachweis der Gleichwertigkeit nach DIN 4108-Bbl.2. Zusätzlich erleichtert die Ausgabefunktion die Dokumentation für einzelne Wärmebrücken sowie für vollständige Wärmebrückenlisten.

Wärmebrückenkatalog, Energie und Schall

Das Modul Ziegel Wärmebrückenkatalog 5.0 steht ab sofort auf dem Online-Portal der Ziegelindustrie Lebensraum Ziegel, www.lebensraum-ziegel.de, in der Rubrik Software kostenfrei zur Verfügung. Hier finden sich auch die ergänzenden Bauphysiksoftwaretools Energie 20.20 und Schall 4.0, die im Bereich des baulichen Wärmeschutzes sowie des bauordnungsrechtlichen Schallschutzes angewendet werden.

Download - Katalog als PDF

Link zum Online-Tool

Bauen ist nachhaltig

Mauerwerkstag 2020: Über 250 Experten aus der Baubranche bild sich in Memmingen weiter

Memmingen/Klosterbeuren(jm).

Nachhaltiger Wohnungsbau stand im Fokus des Mauerwerkstages Memmingen, der zum 26. Mal in der Memminger Stadthalle stattfand. 250 Architekten, Planer, Bauunternehmer, Handwerker und Baustofffachhändler nutzen die Chance zur Fortbildung. Renommierte Experten klärten in ihren Fachvorträgen über die Neuerungen in Bezug auf das Gebäudeenergiegesetz (GEG), die CO2-Bepreisung sowie Regelungen rund um die Gebäudeplanung auf und gaben Tipps für deren praktische Umsetzung.

„Nachhaltigkeit ist gerade für uns Bauschaffende eine riesige Herausforderung,  hier steht klar die Funktionalität eines Gebäudes an erster Stelle. Nur, wenn unsere Bauten von den Menschen genutzt werden können, dann ist das nachhaltiges Bauen“, machte dabei Diplom-Ingenieur Hans R. Peters vom Institut Bauen und Umwelt (Berlin) deutlich.

Matthias Hörl, Geschäftsführer der Ziegelwerke Klosterbeuren und Hörl & Hartmann, forderte in seiner Begrüßungsrede schnellstmöglich ein Umdenken der Politik: „Es kann doch nicht sein, dass wir hier in Bayern den überwiegenden Teil des Stroms für unsere Produktionsanlagen selbst produzieren und dieser immense Aufwand nicht als CO2-Kompensation angerechnet wird. Stattdessen müssen wir Wind- oder Wasserkraftprojekte in Brasilien oder Indien unterstützen, um den CO2-Ausstoß zu kompensieren.“

Der Mauerwerkstag Memmingen zählt zu den bedeutendsten Fortbildungsveranstaltungen der Baubranche in Süddeutschland. Veranstalter sind die Ziegelwerke Klosterbeuren, Bellenberg sowie Hörl & Hartmann (Dachau) und die Südwest Ziegel GmbH. „Mit unserer Fachveranstaltung haben wir einen echten Dauerbrenner geschaffen. Als mein Bruder Hubert und ich den Mauerwerkstag vor 25 Jahren ins Leben gerufen haben, war das ein Versuch. Mittlerweile ist der Tag in Memmingen ein absoluter Fixtermin für viele Bauschaffende aus dem Allgäu und den angrenzenden Regionen“, sagt Thomas Thater, der kaufmännische Geschäftsführer des Ziegelwerks Klosterbeuren.

Namhafte Experten als Referenten

Als Fachreferenten hatten die Organisatoren unter anderem Diplom-Ingenieur Stefan Horschler vom Institut für Bauphysik in Hannover gewinnen können. Er referierte über die Auswirkungen des neuen Gebäudeenergiegesetzes (GEG) auf den baulichen Wärmeschutz. Wie bedeutend der Geschosswohnungsbau mit Mauerwerk inzwischen geworden ist, das zeigte Prof. Dr.-Ingenieur Detleff Schermer von der Technischen Hochschule Regensburg auf. Er klärte auf, wie hochwärmedämmende Mauerziegel sogar für Gebäude bis knapp an die Hochhausgrenze zu nutzen   und welche Änderungen der Erdbeben-Normung hierfür notwendig sind. Mit innovativen Lösungsmöglichkeiten beschäftigte sich auch Prof. Dr. h.c. Gerhard Hausladen: In seinem Vortrag standen zukunftsfähige, energieeffiziente Heizungstechniken im Fokus. Werner Holfeld vom Ziegelwerk Klosterbeuren stellte neue Technologien und Produkte rund um das Thema „Modernes Bauen mit Ziegeln“ vor.

Im abschließenden Vortrag von Prof. Jürgen Ulrich, dem ehemaligen Vorsitzenden Richter am Landgericht in Dortmund, erfuhren die Teilnehmer, was sie aus rechtlicher Sicht am besser sein lassen sollten, aber auch, wie sie im Falle des Falles einen Mehraufwand geltend machen können.

Begleitende Ausstellung

Erneut nutzten beim Mauerwerkstag 2020 in der Memminger Stadthalle führende Hersteller aus der Bauindustrie die Chance, den Besuchern in der begleitenden Ausstellung ihre neuesten und innovativen Produkte vorzustellen.

Aufgrund der hohen Qualität und der fachlichen Neutralität haben die Bayerische Ingenieurekammer-Bau, die Architektenkammer Baden-Württemberg sowie die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) den Mauerwerkstag als Fortbildungsveranstaltung anerkannt.

In Memmingen hat die Rohrbeck-Bentivoglio GbR ein Gebäude aus dem historischen Ensemble „Südlicher Schrannenplatz“, das durch einen Brand stark beschädigt worden war, akribisch nach seinem klassizistischen Vorbild rekonstruiert und in einen Hotelbetrieb umgewandelt.

(tdx) Die beschauliche Stadt Memmingen befindet sich im bayerischen Oberschwaben, direkt an der Grenze zum Allgäu. Trotz seiner nur knapp 43.000 Einwohner und der ländlich anmutenden Umgebung aus grünen Wiesen und sanften Hügeln bildet es einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt im süddeutschen Raum. Die Autobahnen A7 und A96 kreuzen sich hier und der Allgäu-Airport ist ein beliebter Flughafen bei Urlaubern im gesamten Südbayern. Auch die malerische Memminger Altstadt lockt ganzjährig Besucher an. Mit ihren vielen Plätzen, den Patrizierhäusern, Palästen und der Stadtbefestigung zählt sie zu den am besten erhaltenen Städten in Süddeutschland. Grund dafür sind nicht zuletzt die hohen Anforderungen, welche die Stadtverwaltung bei Sanierungsfällen auferlegt.

Dies zeigte sich auch bei der Rekonstruktion des ehemaligen Gasthofes „Zum Goldenen Raben“. Das denkmalgeschützte Gebäude war bei einem Brand stark beschädigt worden und musste aus Sicherheitsgründen teilweise eingerissen werden. Gebäudeeigentümer und Stadtverwaltung konnten sich auf eine originalgetreue Rekonstruktion des Gebäudes einigen und so das historische Ensemble „Südlicher Schrannenplatz“ erhalten.

Akribische Rekonstruktion nach klassizistischem Original

Mit Ausnahme der Erdgeschossgestaltung und unter Einbeziehung moderner Raumhöhen entschieden sich Eigentümer und Bauherr für eine deckungsgleiche Rekonstruktion des Vorläuferbaus. Besondere Aufmerksamkeit galt dabei den zeittypischen Zierelementen und der Giebelamphore. Die Architektur des frühen Klassizismus war an diesem Gebäude besonders deutlich ausgeprägt und konnte durch die engagierte Rekonstruktion erfolgreich erhalten werden.

Seit dem Wiederaufbau beherbergt das Gebäude ein Restaurant mit Lounge sowie ein Hotel. Im Souterrain wurde außerdem ein Tagungsraum untergebracht. Alle Zimmer sowie das Restaurant wurden hochwertig ausgestattet, so wurde zum Beispiel in allen Zimmern und Suiten ausschließlich Echtholzparkett verlegt. Auch die Bäder wurden anspruchsvoll gestaltet. Großformatige Fliesen in Steinoptik verbinden sich mit Waschtischen aus Massivholz und bodengleichen Duschelementen zu einem ansprechenden Wohlfühlambiente. Für die Integration des Restaurants musste im Bereich des Erdgeschosses vom ursprünglichen Gebäudeschema abgewichen werden, da man die ehemals massive Außenwand zu Gunsten des Lichteinfalls durch großzügige Glaselemente ersetzte. Das übrige Gebäude wurde jedoch getreu dem denkmalgeschützten Original wieder aufgebaut.

Für das vorbildliche Engagement und besonders für die überzeugende Rekonstruktion des äußeren Erscheinungsbildes lobte der Bausenat der Stadt Memmingen 2016 den Fassadenpreis aus. Mit diesem Preis würdigt der Stadtrat private Initiativen für den Erhalt des Memminger Stadtbildes.

Die Bausubstanz

Um eine originalgetreue Rekonstruktion zu ermöglichen, entschieden sich Bauherr und Planer für den Baustoff Ziegel. Mit ihm lassen sich individuelle Formen am Gebäude besonders effektiv realisieren. Da er außerdem eine hohe Stabilität und damit einen hohen Werterhalt aufweist, ist er für den Geschossbau besonders geeignet. Zudem besitzt der Ziegel hervorragende Brandschutzeigenschaften – ein Aspekt, der bei dem Bauvorhaben eine besonders große Rolle gespielt haben dürfte. Denn sowohl der gebrannte Ziegel als auch das Dämmmaterial sind Feuer- und Hitzebeständig und somit nicht brennbar. Auch in Sachen Lärmschutz bewährt sich dieser Baustoff, was im Bereich der Hotelzimmer besonders bedeutsam ist.

Energiebilanz und Wärmedämmung

Als eines der ersten von Menschenhand hergestellten Baumaterialien gilt der Ziegel heute wieder als zukunftsweisendes und dabei äußerst ökologisches Bauprodukt, das auch in Punkto Wärmeschutz und Wohnraumklima auf ganzer Linie überzeugt. Außenwände sind wind- und luftdicht und absolut regenundurchlässig. Feuchtigkeit in den Wohnräumen hingegen diffundiert, über die Kapillarwirkung des Ziegels verstärkt, nach außen. So bleibt die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung stets im idealen Bereich. Da bei einem historischen Gebäude in der Regel aus Gründen des Denkmalschutzes und der meist aufwendig gestalteten Fassaden kein Vollwärmeschutz aufgebracht werden kann, ist ein gut dämmender Baustoff wie der Ziegel von besonderer Relevanz für den Energieverbrauch.

Quelle: Mein Ziegelhaus | Königswinter | 10.04.2018

Mauerwerkstag 2018: Experten klären über Neuerungen bei Energieeffizienz, Schallschutz und Baurecht auf

Memmingen/Klosterbeuren (jm).
Ob Energieeffizienz oder Schallschutz: Die Anforderungen an Gebäude steigen in allen Bereichen. Wie die immer größeren Herausforderungen im Wohnungsbau zu meistern sind, dafür gab es jetzt Menge Tipps beim Mauerwerkstag 2018 in der Stadthalle Memmingen. Rund 300 Architekten, Planer, Bauunternehmer, Handwerker und Baustofffachhändler informierten sich über neue Regelungen, neue Produkte und Neues aus dem Baurecht. Der Mauerwerkstag wird jährlich von den Ziegelwerken Klosterbeuren und Bellenberg sowie der Vertriebsorganisation Südwest Ziegel GmbH organisiert und zählt zu den bedeutendsten Fortbildungsveranstaltungen der Baubranche in Süddeutschland.

„Der Mauerwerkstag war wieder ein voller Erfolg. Dass so viele Bauexperten anwesend waren, weist den Weg in die richtige Richtung. Denn damit die Baubranche die immer größeren Herausforderungen meistern kann, müssen sich Bauunternehmer und Investoren aktiv mit innovativen Lösungen und neuer Technologie befassen. Zugleich ist natürlich die Politik gefordert, die Rahmenbedingungen im Wohnungsbau zu verbessern“, sagte Organisator Thomas Thater, kaufmännischer Geschäftsführer des Ziegelwerks Klosterbeuren.

Das neue Wärmebrücken-Beiblatt brachte Prof. Dr.-Ing. Martin H. Spitzner von der Hochschule Biberach den Teilnehmern des Mauerwerkstags näher. Entsprechen die Wärmebrücken eines Gebäudes den Vorgaben des Beiblattes, kann bei der Berechnung des Wärmeverlusts ein reduzierter Zuschlag zum U-Wert verwendet werden. „Nehmen Sie den verminderten Zuschlag in Anspruch! Das lohnt sich“, empfahl Spitzner und verdeutlichte die praktische Umsetzung an einem Gebäude in Bellenberg.

Um die neuen Regelwerke zum Schallschutz ging es im Vortrag von Dipl.-Ing. Michael Gierga von der Ingenieurgesellschaft für Bauphysik Kurz und Fischer aus Bottrop-Kirchhellen. Er erklärte, wie erhöhter Schallschutz in Mehrfamilienhäusern in Ziegelbauweise aussehen kann und betonte die steigende Bedeutung des Schutzes gegen Außenlärm. „Die Fenster stellen weiterhin die Schwachstelle der Fassade dar. Deshalb sollten die Fensterflächen zu lärmbelasteten Straßen vermindert und die Raumanordnungen in Wohnungen optimiert werden“, sagte Gierga.

Teil eines kompletten Schallschutz-Konzeptes sind der ThermoPlan Plan-Schalungsziegel USZ und der ThermoPlan Planfüllziegel PFZ des Ziegelwerks Klosterbeuren. Diese und weitere innovative Produkte des bayerischen Qualitätsherstellers stellte Werner Holfeld, Leiter der technischen Bauberatung und Objektbetreuung des Ziegelwerks Klosterbeuren, beim Mauerwerkstag vor. Weitere Vorteile von Ziegeln brachte Dipl.-Ing. Hans R. Peters, Geschäftsführer von Mein Ziegelhaus, den Teilnehmern näher. „Sie können sich sicher sein, dass ein Ziegelbau in jeder Nachhaltigkeits-Diskussion überzeugt. Und zum Beispiel beim sommerlichen Wärmeschutz schneidet ein Massivbau deutlich besser ab als ein Leichtbau“, sagte er.

Wesentliche Veränderungen zur Bemessung von Mauerwerk bringt das Normenkonzept Eurocode 6 (DIN EN 1996) mit sich, wie Prof. Dr.-Ing. Detleff Schermer von der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg erklärte. „Die Nachweise für Standardfälle sind mit dem vereinfachten Verfahren schnell und sicher möglich“, betonte Schermer und zeigte die praktische Anwendung des EC6 anhand eines Beispielgebäudes auf. 

Neues vom Baurecht präsentierte außerdem der em. Universitätsprofessor Dr. Axel Wirth von der Technischen Universität Darmstadt den Teilnehmern des Mauerwerkstags. „Der Gesetzgeber hat nun vieles geregelt, wo es vorher Schwierigkeiten in der Praxis gab. Ein Großteil der Neuerungen ist Verbraucherschutz“, sagte Wirth. Der Rechtsanwalt gab viele Tipps zum aktuellen Architekten- und Bauvertragsrecht.  

Abgerundet wurde der Mauerwerkstag in Memmingen von einem Vortrag von Urs Meier, Top 100-Speaker, Fernsehkommentator und ehemaliger Fifa-Schiedsrichter. Er zeigte auf, dass ein faires Miteinander und die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen, trainierbar sind. „Pfeifen kann jeder. Doch für Leiten und Führen braucht es andere Qualitäten. Seien Sie bei jeder Entscheidung berechenbar und zuverlässig. Zeigen Sie Ihren Mitarbeitern, dass Sie sie mögen, dass Sie für sie da sind und sie schützen“, gab Meier den Bauexperten mit auf den Weg. 

In der begleitenden Ausstellung präsentierten wie gewohnt zahlreiche führende Hersteller aus der Bauindustrie ihre innovativen Produkte und Lösungen. Aufgrund der hohen Qualität und der fachlichen Neutralität haben die Bayerische Ingenieurekammer-Bau, die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) und die Architektenkammer Baden-Württemberg den Mauerwerkstag in Memmingen als Fortbildungsveranstaltung anerkannt. Die Besucher konnten sich für ihre Teilnahme zwischen zwei und sieben Zeiteinheiten anrechnen lassen.

Jensen-Media Ι Memmingen Ι 07.02.2018

Im bayerischen Landsberg am Lech hat die Buchloer Acredo Bau GmbH zusammen mit der Lampadius Schmidt Architekten und Partner mbH in zwei Bauabschnitten ein Wohn- und Gewerbeprojekt der Oberklasse realisiert. Solide Ziegelbauweise, gehobene Ausstattung und eine ökologische, zukunftsbeständige Energieversorgung treffen hier auf ein Zukunftsdesign mit zeitloser Eleganz.

Königswinter (prc) – Zwischen Alpen, Augsburg und München liegt das malerische Landsberg am Lech. Die kleine aber lebendige Stadt wird geprägt von einem historischen Stadtkern, der zum Bummeln und Erholen einlädt. Auch das Landsberger Umland lockt mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Das Alpenvorland befindet sich direkt vor der Haustüre, ebenso der Ammersee und Starnberger See. Die Renaissance-Stadt Augsburg, der Kurort Bad Wörishofen und die Landeshauptstadt München lassen sich allesamt in einer halben Stunde mit dem Auto erreichen. Mit rund 30.000 Einwohnern ist das Städtchen gut überschaubar und bietet doch ein ungewöhnlich reichhaltiges Angebot an Freizeitaktivitäten, Sehenswürdigkeiten, kulturellen Ereignissen sowie unzählige Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie. Das imposante Bayertor thront über der historischen Altstadt, die unterhalb von den Lechterrassen eingefasst wird. Ihnen wurde der Name für das jüngste Bauprojekt der Acredo Bau GmbH entlehnt, das von der Lampadius Schmidt Architekten und Partner mbH geplant und umgesetzt wurde.

In zwei Bauabschnitten wurden die Objekte „An den Lechterrassen“ und „An den Lechterrassen²“ in unmittelbarer Nähe zum Lech und zur Landsberger Altstadt errichtet. Während beim ersten Bauabschnitt die städtebaulich anspruchsvolle Ertüchtigung des ehemaligen Eisstadions der Stadt Landsberg im Vordergrund stand, sollte im Zuge des zweiten Bauabschnittes ein verwildertes Areal in ein modernes, städtisches Ensemble integriert werden. Hierfür musste zunächst ein Bebauungsplan mit dezidierten Gestaltungs- und Ausstattungsvorgaben geschaffen werden, um die städtebaulichen Vorgaben erfüllen zu können. Ziel war es, einen den modernen Ansprüchen an gehobenen Wohnraum entsprechenden Gesamtkomplex in hoher Ausführungsqualität mit viel Platz für Begegnungsflächen zu schaffen.

Zukunftsdesign trifft zeitlose Eleganz

Im ersten Bauabschnitt, der bereits 2014 fertiggestellt wurde, entstanden dreizehn Reihen- und Doppelhäuser mit je rund 170 m² Wohnfläche sowie fünfzehn barrierefreie Wohnungen mit Wohnflächen zwischen 70 und 170 m² und verschiedenen Gewerbeeinheiten. Mit dem zweiten Bauabschnitt, dessen Fertigstellung für November 2017 geplant ist, wird das Großprojekt um zwölf Eigentumswohnungen zwischen 67 m² und 92 m², vier Penthousewohnungen mit bis zu 104 m² Wohnfläche einschließlich großzügigen Dachterrassen und zwei größere Gewerbeeinheiten ergänzt. Beide Ensembles bestehen aus quadratischen und quaderförmigen Baukörpern. Die geraden Linien und das Weiß der Fassade ergeben einen strengen Rhythmus, der jedoch von einem gläsernen Vorbau und Holzpaneelen attraktiv aufgelockert wird. Die ansprechend gestaltete Grünanlage sorgt für die ökologische Balance und sorgt auch außerhalb der Wohnungen für Lebensqualität. Und moderne Kinderspielplätze bieten auch für den Kleinsten ein Extramaß an Wohnwert.

Lebensqualität in Bestlage

Mit Blick auf den Lech, die Landsberger Altstadt und die Allgäuer Alpen bieten die luxuriös ausgestatteten Wohnungen die ideale Symbiose aus städtischem Wohnen und grüner Natur. Die großartige Lage oberhalb der Landsberger Altstadt kombiniert mit der puristischen Architektur und den großzügigen, offenen Grundrissen mit zusammengelegtem Koch-, Wohn- und Essbereich machen dieses Projekt einzigartig. Die größeren Wohnungen verfügen sowohl über Loggien als auch Balkone, die kleineren wurden lediglich mit Balkonen ausgestattet, die jedoch von zwei Zimmern aus zugänglich sind. Neben dem offenen Wohnkonzept legten die Planer außerdem Wert auf ein helles, freundliches Wohnumfeld und sorgten deshalb für viel Tageslichteinfall und lichtdurchflutete Räume.

Highlight der Penthouses sind die Dachterrassen, die eine herrliche Rundumsicht bieten und mit Blick nach Westen ganz besondere Sonnenuntergänge versprechen. Neben der gehobenen Ausstattung sorgen ein modernes Schallschutzkonzept mit dreifach verglasten, einbruchssicheren Fenstern und vollautomatische Jalousien für Wohnkomfort. Zusätzliche Sicherheit bieten außerdem die einbruchssicheren Wohnungstüren mit Videosprechanlage, die einen Blick auf Besucher erlaubt, noch bevor diese das Gebäude betreten. Ein zentral gelegener Aufzug verbindet sämtliche Geschosse einschließlich der Tiefgarage miteinander und die barrierefreien Wege sorgen in jeder Lebenslage für einen komfortablen Zugang zu den Wohnungen.

Ökologische und solide Bausubstanz

Insgesamt wurden auf einer Grundstücksfläche von 9.063 m² eine Fläche von 3.644 m²  bebaut und knapp 29.000 m3 umbauter Raum errichtet. Dadurch entstand eine Wohn- und Nutzfläche von insgesamt 8.171 m² bei Gebäudekosten von durchschnittlich nur rund 2.000 Euro. Da für beide Bauabschnitte eine hohe Ausführungsqualität vorgegeben war, entschieden sich Bauherr und Architekt dafür, bei der Bausubstanz keine Kompromisse einzugehen. Deshalb wurde das gesamte Projekt in solider Ziegelbauweise realisiert. „Mit der Massivbauweise konnten wir den Anforderungen an eine hohe Qualität und Langlebigkeit am besten gerecht werden. Zudem wollten wir ein möglichst gesundes und gut zu verarbeitendes Gewerk an unsere anspruchsvolle Kundschaft abliefern“, so der Bauunternehmer. Für die Außenwände kamen dabei der MZ10 und dessen Nachfolger, der MZ90 von Mein Ziegelhaus zum Einsatz. Beide Ziegel sind für den Bau von Mehrfamilienhäusern und den Geschosswohnungsbau ideal geeignet.  Die Kombination der natürlichen Eigenschaften von Ton und Steinwolle lässt den Ziegel eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit erreichen. Beide Ziegel weisen hervorragende Schallschutzeigenschaften auf, der MZ90 ist zudem brandwandgeprüft und gilt damit als nicht brennbar. Alle Anforderungen an den Brand- aber auch den Schallschutz konnten somit entsprechend Beiblatt 2 zur DIN 4109 und VDI-Norm 4100 umgesetzt werden. Der erste Bauabschnitt wurde zur weiteren Verbesserung des Brandschutzes außerdem mittels Brandmeldezentrale auf den Feuerwehrnotruf aufgeschaltet, der im Brandfall automatisch die nächstgelegene Leitstelle informiert. Und auch die bereits exzellente Wärmeleitfähigkeit des MZ10 wurde beim MZ90 nochmals. Als eines der ersten von Menschenhand hergestellten Baumaterialien gilt der Ziegel heute wieder als zukunftsweisendes und dabei äußerst ökologisches Bauprodukt, das besonders in Sachen Schall- und Wärmeschutz auf ganzer Linie überzeugt. Der natürliche Baustoff wirkt sich äußerst positiv auf das Wohnraumklima aus und ist zudem ideal für Allergiker geeignet.

CO2-neutrale Energieversorgung

Im ersten Bauabschnitt wurde für die Energieversorgung ein eigenes Pellet-Nahwärmesystem installiert, mit dem umweltfreundliche und zu 100 Prozent regenerative Heizenergie in die einzelnen Häuser geleitet wird. Pellets sind die einfachste und komfortabelste Lösung, um umweltfreundlich mit Holz zu heizen. Da Pellets aus Resten industrieller Holzverarbeitung gefertigt werden, bleiben Holzbestände unberührt. Meist stammen die Pellets aus regionalen Produktionen und leisen damit einen zusätzlichen Beitrag zur lokalen Wirtschaft. Sie lassen sich gut lagern und ermöglichen eine unabhängige Wärmeversorgung mit langfristiger Preisstabilität. Da bei der Verbrennung nur die Menge an Kohlenstoffdioxid freigesetzt wird, die von den Bäumen vorher aufgenommen wurde, sind Pellets CO2-neutral und wirken sich deshalb nicht auf Atmosphäre und Klima aus. Im zweiten Bauabschnitt kam eine Gas-Brennwertheizung mit solarer Warmwasserbereitung zum Einsatz. Diese zukunftssichere Heiztechnik schont Ressourcen und ist mit einem Wirkungsgrad von rund 98 Prozent äußerst effizient. Dadurch konnte der EnEV 2016 Niedrigenergiehaus-Standard mit einem sehr geringen Endenergiebedarf von nur 27,7 KwH/ m²*a erreicht werden. Der erste Bauabschnitt wurde als KfW-70 Effizienzhaus nach EnEV 2009 umgesetzt. Dezentrale Lüftungsanlagen in allen Wohnungen verbessern außerdem das Wohnraumklima und unterstützen das energiesparende Heizkonzept zusätzlich. Dank dieser umfangreichen Wärmeschutzmaßnahmen liegt der Primärenergiebedarf aller Gebäude deutlich unter den EnEV-Anforderungswerten für Neubauten. So konnte eine effiziente, ökologische und stabile Form der Wärmeversorgung entstehen, die zusammen mit der soliden Bausubstanz und hochwertiger Gebäudeausstattung für einen langfristigen Werterhalt sorgt.

Quelle: Mein Ziegelhaus | Königswinter | 27.11.2017

Bauen ist attraktiv und teuer wie nie. Umso wichtiger ist es sich einen aktuellen Überblick über mögliche Förderungen zu verschaffen. Diese gibt es in Form vergünstigter Darlehen, Zuschüssen und Subventionen.

 Königswinter (prc) – Wer den Wunsch vom Eigenheim verwirklichen will, muss dafür tief in die Tasche greifen. Doch angehende Hausbesitzer können sich Unterstützung durch verschiedene Förderprogramme holen. Der wohl bekannteste Förderer von Neubauvorhaben ist die KfW-Bank. Sie fördert den Bau von Wohnungseigentum mit zinsvergünstigten Darlehen und Tilgungszuschüssen. Grundsätzlich gilt: Je besser die Energieeffizienz des Gebäudes, desto höher die Förderung. Es werden aber auch einzelne Energieeffizienz-Maßnahmen oder eine Nachhaltigkeits-Bewertung gefördert.

Wer kann Förderungen beantragen?

Alle Privatpersonen, die selbst genutztes Wohneigentum bauen oder energetisch sanieren, können unabhängig von Alter und Familienstand einen Kredit aus dem KfW-Wohneigentumsprogramm beantragen. Es gilt: Erst Förderung beantragen und dann loslegen. Beantragt wird das Darlehen über die Hausbank.

Was kann beim Neubau gefördert werden?

Fördergegenstand ist der Bau selbst genutzten Wohneigentums. Berücksichtigt werden die Grundstücks-, Bau- sowie Baunebenkosten und die Kosten der Außenanlagen.

Wie hoch ist Förderung?

Der Förderhöchstbetrag pro Wohneinheit beläuft sich auf 100.000 Euro. Die Zinsen für die Darlehen werden für die ersten zehn oder 20 Jahre Laufzeit aus Mitteln des Bundes vergünstigt und liegen dementsprechend etwas unterhalb der üblichen Marktzinsen.

Neben der Zinsvergünstigung wird zusätzlich ein Tilgungszuschuss gewährt: für das KfW 55 Haus – 5 Prozent der Darlehenssumme, höchstens jedoch 5.000 Euro je Wohneinheit; für das KfW 40 Haus – 10 Prozent der Darlehenssumme, höchstens jedoch 10.000 Euro je Wohneinheit; für das KfW 40+ Haus – 15 Prozent der Darlehenssumme, höchstens jedoch 15.000 Euro je Wohneinheit. Konkret bedeutet das, dass der Bauherr einer KfW 40-plus-Wohneinheit bei einem 100.000-Euro-Darlehen nur 85.000 Euro zurückzahlen muss, 15.000 Euro sind seine Förderung. Plant der Bauherr von Beginn an eine Einliegerwohnung mit ein, verdoppeln sich diese Beträge. Die Förderziele werden unterschiedlich subventioniert. Eine Nachhaltigkeitsuntersuchung wird beispielsweise mit 50 % bezuschusst.

Weitere Förderungen

Ähnlich der KfW-Bank gibt es auch auf Länderebene Förderbanken, die günstige Darlehen und Zuschüsse für den Bau oder Kauf des Eigenheims gewähren. Je nach Bundesland sind die Förderungsbedingungen verschieden.

Mit dem Wohn-Riester fördert der Staat durch das Eigenheimrentengesetz Verträge mit staatlichen Zulagen und Steuervergünstigungen. Das Grundprinzip: Wer einen Teil seines Einkommens in einen Wohnriester-Vertrag einzahlt, bekommt Zuschüsse vom Staat und kann Einzahlungen als Sonderausgaben von der Steuer absetzen. Das eingezahlte Geld muss beim Wohn-Riester für eine Immobilie verwendet werden – etwa, indem es direkt in einen Bausparvertrag eingezahlt wird.

Über das Wohnraumförderungsgesetz stellen die Bundesländer Mittel zur Verfügung, um vor allem einkommensschwächeren und kinderreichen Familien zum eigenen Heim zu verhelfen.

Diverse Internet-Plattformen helfen, einen guten Überblick zu bekommen. Unter anderem sind dies www.kfw.de, www.foerderdata.de, www.baufoerderer.de, www.foerderdatenbank.de oder www.bafa.de.

Weitere Informationen sind unter www.meinziegelhaus.de erhältlich.

Quelle: Mein Ziegelhaus | Königswinter | 09.10.2017

Anlässlich der bevorstehenden Bundestagswahl 2017 hat das Aktionsbündnis „Impulse für den Wohnungsbau Bayern“ (ein Zusammenschluss von allen wesentlichen Spitzenverbänden der Wohnungs- und Bauwirtschaft in Bayern, des Mieterbundes und der Gewerkschaft IG BAU) auf einer Pressekonferenz am 11. Juli 2017 in München ein neues Positionspapier mit Forderungen an die Politik vorgestellt.

Der Sprecher des Aktionsbündnisses, Dr. Hannes Zapf rechnet die Zahlen des abgelaufenen Jahres vor: Statt den erforderlichen 400.000 Wohnungen (Quelle: Impulse für den Wohnungsbau Berlin) auf Bundesebene wurden 2016 nur 278.000 neue Wohnungen fertiggestellt. In Bayern waren 70.000 Fertigstellungen angestrebt, erreicht wurden lediglich rund 52.000. Damit wurde das Ziel um rund 25 % oder in absoluten Zahlen um 17.340 Wohneinheiten verfehlt. Der Bedarf für die kommenden Jahre erhöht sich entsprechend um diese Differenzen.

„Auch die Wohnungsbaugenehmigungszahlen sind erstmals nach fünf Jahren wieder rückläufig“, mahnt Dr. Zapf. Ursache hierfür ist ein Rückgang der Genehmigungen von Ein- und Zweifamilienhäusern von 6 % auf dem Land. Gleichzeitig steigen aber die Genehmigungszahlen von Eigentums- und Mietwohnungen in den Städten.

Dass dies nicht im Sinne des Mieterbundes ist, beschreibt Monika Schmid-Balzert, Geschäfts-führerin des DMB Landesverband Bayern e. V. Die Darstellung der Regierung bezüglich der Situation im sozialen Wohnungsbau weicht deutlich von der Realität ab. Benötigt werden mindestens 80.000 neue Sozialwohnungen pro Jahr, tatsächlich wurden im abgelaufenen Jahr lediglich 24.550 gebaut.

Der Faktor Demografie macht mit 41 % den größten Teil des deutschen Baubedarfs aus. Die Zielsetzung des „Bundesbauministeriums“, die anwachsende Lücke zwischen Angebot und Nachfrage durch eine Wohnungsbauoffensive zu schließen, wurde bisher verfehlt. Das Aktionsbündnis fordert deshalb zusätzliche Anreize zum Neubau von mehr Wohnungen in allen Gebäudetypen und insbesondere mehr bezahlbaren Mietwohnraum.

Die steuerliche Abschreibung beim Mietwohnungsbau bewegt sich seit 1964 auf dem Niveau von 2 %. Diese Stagnation über mittlerweile 53 Jahre, bei gleichzeitig stetig steigenden Anforderungen, ist nicht nachvollziehbar. Die Erhöhung auf 3 % in Anpassung an die realistische Nutzungsdauer moderner Wohngebäude sowie die Einführung einer zeitlich befristeten und räumlich begrenzten Sonderabschreibung als Anreiz für den Neubau ist ein Muss.

Auch die geringe Akzeptanz bzw. Annahme der Förderprogramme zur Modernisierung von Wohngebäuden macht dem Sprecher der Initiative Sorgen. „Wenn es keine Anreize zur energetischen und altersbedingten Sanierung von Wohngebäuden gibt, ist es kein Wunder, dass Gebäude in einem nicht mehr den Anforderungen entsprechenden Zustand verbleiben“. Die KFW-Förderung muss vereinfacht und deutlich erhöht werden.

„Kommunen müssen wieder verstärkt zu Bauherren werden“, so Norbert Blankenhagen von der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau. In bereits stark verdichteten Stadt- oder Gewerbegebieten ist der Flächenverbrauch privater Grundstückseigentümer kontraproduktiv. Diese brauchen Anreize, schlecht genutztes oder unbebautes Bauland für den Wohnungsbau freizugeben.

Eine wichtige Rolle spielen Kompensationsmaßnahmen, wie die Schaffung neuer Grünflächen. Bei der Gestaltung innerstädtischer Quartiere ist hier wiederum der Flächenverbrauch sinnvoll abzuwägen. Eine ausreichende grüne Versorgung ist bei intelligenter Planung auch mit weniger Fläche machbar. Kurzfristig scheinen Maßnahmen zur Gebäudebegrünung zwar kostenintensiver, langfristig helfen sie den Menschen vor Ort und dem Mikroklima im Quartier jedoch unmittelbar und - die Attraktivität gepflegter Außenanlagen steigert den Wert der Immobilie.
Dass sich der Gebäudebereich in Sachen Klimaschutz herausragend entwickelt hat, zeigt ein anschaulicher Vergleich: innerhalb von 24 Jahren konnten im Gebäudesektor 43 % CO2 eingespart werden. Im gleichen Zeitraum kommt der Verkehrssektor auf gerade einmal 1,8 %. (Quelle: Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung)

Der in seinem Umfang beträchtliche Aufholbedarf in den verschiedensten Bereichen der Wohnraumpolitik macht eines deutlich: Bedarfsgerechter und sozialer Wohnungsbau muss auch nach 2019 in der Zuständigkeit von Bund und Ländern bleiben. Durch die momentane Zuständigkeit des Bundesministeriums für Umwelt, Bau und Reaktorsicherheit sind in der Vergangenheit zu viele fachliche Konflikte entstanden. Kurz: „Wir brauchen wieder ein umfassendes, kompetentes und umsetzungsstarkes Bauministerium“, so der Sprecher der Initiative Impulse für den Wohnungsbau, Dr. Hannes Zapf. Und weiter: „Es sind dringend Gesetzesanpassungen von Nöten“.

Download: Positionspapier "Impulse für den Wohnungsbau Bayern - Forderungen an die Politik 2017/2018"

 

Pünktlich zum Jahresstart erweitert Mein Ziegelhaus sein Dienstleistungsangebot für Architekten und Bauherren. Fachlich fundierte Informationen werden durch aktuelle Broschüren, begleitende Berechnungssoftware und regionale Fachveranstaltungen aufbereitet.

Ausburg (tdx).

Der moderne Wohnungsbau ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich anspruchsvoller geworden. Infolgedessen wächst der Bedarf an fachlich fundierter Beratung stetig. Mein Ziegelhaus und seine Mitglieder sowie die Arbeitsgemeinschaft Mauerziegel arbeiten gemeinsam daran, Architekten, Planern und Bauherren aktuelle bautechnische Informationen auf unterschiedliche Art und Weise zur Verfügung zu stellen.

 Broschüren und Software

Pünktlich zur BAU 2017 hat Mein Ziegelhaus eine neue Broschüre für Architekten, Bauingenieure und -planer entwickelt. Allgemeingültige Informationen zu den Themenfeldern Bauen mit Ziegel, Wohnungsbau sowie herausragende Projekte werden anschaulich aufbereitet. Ebenfalls aktualisiert wurden die beliebten Referenzbroschüren „Ein- und Zweifamilienhäuser“, „Wohnungsbau“ und „Wirtschaftsbauten“. Anhand der realisierten Bauprojekte wird aufgezeigt, warum die robuste, monolithische Ziegelbauweise die ideale Bauweise für den Wohnungsbau ist. Technische Broschüren wie der detaillierte Leitfaden zur Energieeinsparverordnung 2016 (EnEV) sowie den KfW-Förderbestimmungen, eine Bemessungsbroschüre für den Mauerwerksbau sowie Ratgeber zum Brand- und baulichen Schallschutz im Wohnungsbau runden die Informationspalette ab.

Mit den Softwaremodulen Schall 4.0 und Energie 20.20 sind bewährte Nachweisprogramme erhältlich. Denn gerade die Schallschutz- und EnEV-Nachweise sind ohne eine anwenderfreundliche Software kaum noch zu bewältigen.

Fortbildungsveranstaltung Mauerwerkstage

Als anerkannte Fortbildungsveranstaltungen werden die Mauerwerkstage von Mein Ziegelhaus von Architekten, Ingenieuren, Bauträgern und -unternehmern geschätzt. Zu Jahresbeginn 2017 finden erneut fünf Termine mit hochkarätigen Referenten, unter anderem Dipl.-Ing. Stefan Horschler, Prof. Dr. Michael Krupp, Prof. Axel Wirth und Dipl.-Ing. Michael Gierga statt. Den Auftakt machen die Ziegelwerke Bellenberg und Klosterbeuren in Ulm (07. Februar 2017) und Memmingen (08. Februar 2017). Das Ziegelwerk Erbersdobler lädt zu seiner Veranstaltung nach Deggendorf ein (09. Februar 2017). Das Ziegelwerks Lücking lädt nach Warburg-Bonenburg (23. März 2017) und Dortmund (27. März 2017) ein. Anmeldungen werden gerne von den gastgebenden Ziegelwerken entgegengenommen. (z.B. www.mauerwerkstag.info für Memmingen und Ulm)

Quelle: Headline Themendienst | Augsburg | 16.01.2017

Im Luftkurort Lindenberg hat die IVG Lindau zusammen mit Architekt Hubert Wagus ein dreiteiliges Gebäudeensemble realisiert, das neben insgesamt 53 Wohneinheiten auch ein Therapie- und Bewegungszentrum beinhaltet. Sämtliche Gebäudeabschnitte sowie die Außenanlagen wurden barrierefrei konzipiert, um selbständiges Wohnen bis ins hohe Alter zu ermöglichen.

Königswinter (prc) – Im attraktiven Ortskern von Lindenberg entstand eine seniorengerechte Wohnanlage einschließlich Therapie- und Bewegungszentrum. Architekt Hubert Wagus konzipierte das in zwei Bauabschnitten umgesetzte Projekt für die IVG Lindau. Einzelhandel, Gastronomie und Gesundheitswesen in unmittelbarer Umgebung ermöglichen eine unkomplizierte Versorgung auch ohne Auto.

Seniorengerechte Architektur

Die U-förmig angeordneten Gebäude verfügen über vier Stockwerke mit Penthäusern im jeweiligen Obergeschoss und Walmdächer mit flach geneigten Dachflächen. Das straßenzugewandte Gebäude wurde farblich dezent gehalten, während die rückversetzten Häuser A und B mit roten Balkonverkleidungen sowie einer hellgelben Außenfassade auffälliger gestaltet wurden. Neben den Wohnungen und der Therapieeinheit wurde ein Gemeinschaftsraum angegliedert. Dieser dient als Begegnungszentrum für die Hausbewohner und kann sowohl für private Anlässe als auch für hausgemeinschaftliche Aktivitäten genutzt werden.

Alle Wohnungen sind durch Aufzüge erschlossen und werden über Laubengänge erreicht. Für ein hohes Maß an Sicherheit wurde eine Schließanlage mit dreifachschließendem Zylinder verbaut. Die zwischen 55 und 106 Quadratmeter großen Wohnungen sind allesamt mit Parkett ausgestattet. Die massive Bauweise, verbunden mit den dreifachverglasten, großzügigen Fensterelementen ergibt eine angenehm warme Wohnatmosphäre. Sonnige Balkone gestatten ein Maximum an Wohlbefinden. An kalten Tagen werden die Wohnungen per Fußbodenheizung mit Wärme versorgt.

Das komplette Wohnprojekt wurde konzipiert um sowohl selbständiges als auch unterstütztes Wohnen zu ermöglichen. So können nach Erfordernis Pflege- und Versorgungsleistungen wie Sozialdienst oder Essen auf Rädern in Anspruch genommen werden. Beratung durch die Caritas Sozialstation Westallgäu sowie ein fest integrierter Hausnotruf runden die Unterstützungsmöglichkeiten ab.

Die Bauphase

Um eine KfW-Förderung zu erreichen, kam der Premium-Ziegel ThermoPlan MZ10 von Mein Ziegelhaus in einer Dicke von 36,5 Zentimetern zum Einsatz. Neben dem optimalen, baulichen Wärmeschutz konnten so auch die erhöhten Anforderungen hinsichtlich des Schallschutzes, welche seitens des Bauherrn vorgegeben waren, erfüllt werden. Darüber hinaus hat der Ziegel Brandwand-Qualität. Auch in Sachen Wärmeschutz punktet der Ziegel mit einer Wärmeleitfähigkeit von nur 0,10 W/(mK) und einer Wärmespeicherfähigkeit von 274 kJ/(m²K). Das energetische Konzept beinhaltet eine mechanische, intervallgesteuerte Wohnraumlüftung in den Bädern, die über Fensterfalzlüfter für regelmäßigen Luftaustausch sorgt. Die massive Bauweise mit dem MZ10 leistet somit einen optimalen Schall-, Wärme- und Brandschutz und trägt auch zu Einsparungen bei den Betriebskosten der Heizung mit gleichzeitig effektivem sommerlichen Wärmeschutz bei.

Energetische Versorgung

Neben den hervorragenden wohnklimatischen Eigenschaften des verwendeten Ziegels und der Wohnraumlüftung trägt ein Biogas-Blockheizkraftwerk mit erdgasbetriebenem Spitzenlastkessel zur klimaschonenden Bewirtschaftung der Gebäude bei. Durch den Einsatz von Biogas zur Befeuerung arbeitet das Blockheizkraftwerk nahezu kohlendioxidneutral. Brauchwasser- und Heizungswärme entstehen somit weitestgehend ohne fossile Brennstoffe. Dadurch wird das Klima entlastet und staatliche Förderungen unterstützen zudem bei der Kostendeckung.

Quelle: Mein Ziegelhaus  | Königswinter  | 17.01.2017