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Referenzgebäude Rümlang bei Zürich

Schallschutz in Flughafennähe

Ziegelprodukte sind nicht nur in Deutschland bekannt. Auch in der Schweiz wissen Architekten und Bauherren die Produkte aus deutschen Ziegelwerken zu schätzen. Gerade bei hohen Anforderungen an Schallschutz und Ökologie liegt die Wahl des Baustoffes auf der Hand.

(tdx) Die Herausforderung für Architekten und Planer war durchaus anspruchsvoll. Drei Mehrfamilienhäuser sollten in unmittelbarer Nähe des Züricher Flughafens Kloten im Ort Rümlang gebaut werden. Dieser grenzt direkt an das Gelände des Flughafens an. Bauherr Rudolf Frei, die Bauherrenberatung Stocker Immobilien Treuhand & Management und die Architekten Trutmann und Agassis standen vor der schwierigen Aufgabe für ausreichenden Schallschutz zu sorgen und zugleich den Ansprüchen an den modernen Wohnungsbau gerecht zu werden.

Die Planung

Geplant wurden insgesamt drei Gebäude. Zwei dreieinhalbgeschossige Häuser mit je fünf Viereinhalb-Zimmer-Wohnungen (Wohnflächen zwischen 118 und 144 m²) und drei Dreieinhalb-Zimmer-Wohnungen mit je 99 m². Das dritte Haus sollte insgesamt elf Wohnungen besitzen, in denen sich auch drei Zwei-Zimmer-Wohnungen mit 52 bis 60 m² befinden. Als Highlights integrierte man eine Viereinhalb- und eine Fünfeinhalb-Zimmer-Wohnung mit 160 beziehungsweise 199 m² Wohnfläche.

Zwei Satteldächer bestimmen die Dacharchitektur des Architekten. Der First des Hauptdaches liegt dabei parallel zu den langen Seiten der rechteckigen Gebäude. Unter den kleinen Satteldächern, die senkrecht zum First der Hauptdächer stehen, liegen Balkone und Terrassen der Wohnungen. Trotz der schwierigen Lage, sollten dadurch Ansprüche an exklusives und komfortables Wohnen erfüllt werden.

Die drei Mehrfamilienhäuser sollten zudem den so genannten Minergie-Standard erfüllen. Der Schweizer Minergie-Standard ist ein freiwilliger Baustandard, der den rationellen Energieeinsatz und die breite Nutzung erneuerbarer Energien bei gleichzeitiger Verbesserung der Lebensqualität, Sicherung der Konkurrenzfähigkeit und Senkung der Umweltbelastung ermöglicht. Ein entscheidender Ansatzpunkt ist, dass das gesamte Gebäude als integrales System betrachtet wird. Bei der Haustechnik mit Heizung, Lüftung und Warmwasseraufbereitung sind weniger Additionen, sondern sinnvolle Kombinationen gefragt. Bezogen auf die Energieeffizienz ähnelt Minergie dem deutschen Konzept der Energieeinsparverordnung.

Die gesamte Wohnanlage sollte darüber hinaus in Gärten, Grünflächen und Kinderspielplätzen eingebettet werden. Für ausreichend Parkmöglichkeiten wurde eine große Tiefgarage geplant.

Die Bauphase

Aufgrund der Nähe zum Flughafen waren die Schallschutzanforderungen an den Wandbaustoff extrem hoch. Architekt und Bauherr entschieden sich daher für einen Premiumwandbaustoff des deutschen Ziegelherstellers Ziegelwerk Klosterbeuren. Die hervorragenden Schallschutzeigenschaften des Ziegels MZ10 überzeugten die Planer. Bei einer Wandstärke von 36,5 cm beträgt dieser 51 dB.

Zusätzlich ermöglicht der MZ10 optimierte Wärmedämmwerte. Der Ziegel ist im Inneren mit dem mineralischen Dämmstoff Steinwolle verfüllt und erreicht damit eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit von nur 0,10 W/(mK). Die feste Form der Steinwolle schätzen die Architekten von Trutmann und Agassis bei ihren Projekten, weil bei der Steinwolle kein Dämmmaterial ausrieseln kann, selbst wenn die Ziegelwand geöffnet werden sollte.

Ebenfalls punkten kann der MZ10 mit sehr guten statischen Werten. Er wird speziell bei Mehrfamilienhäusern und im Geschosswohnungsbau angewendet und erfüllt bei Steinfestigkeitsklasse 12 eine zulässige Druckspannung von 1,15 MN/m². Mit der Feuerwiderstandsklasse REI-M 120 oder auch F120 A erhält er seine Funktion über mindestens 120 Minuten auch in Flammen bei und zählt zu den feuerbeständigen und nichtbrennbaren Baustoffen. Mit dieser Eigenschaft ist der Ziegel sogar für Brandwände zugelassen. Gerade im Geschosswohnungsbau sorgt er so für zusätzliche Sicherheit.

Haustechnik

In jedem der Häuser befindet sich eine eigene Gastherme, die Warmwasserbereitung erfolgt über Solarkollektoren. In sämtlichen Räumen wird die Wärmeabgabe ab den einzelnen Wohnungsverteilern von der im Estrich-Unterboden verlegten Fußbodenheizung übernommen. Heizwärme- und Warmwasserverbrauch werden pro Wohnung einzeln erfasst und per Funk übermittelt, sodass ein manuelles Ablesen in den Wohnungen nicht nötig ist.

Architekten

Trutmann & Agassis Architekten AG · Watterstr. 33 · CH-8105 Regensdorf
Telefon: 044 840 12 22 · Telefax: 044 840 00 72 · info@truag.ch · Homepage: www.truag.ch

Bautreuhand und Projektentwicklung

Stocker Immobilien Treuhand & Management · Sonnhaldenstrasse 42 · CH-8107 Buchs/Zürich
Telefon: 044 884 76 46 · Telefax: 044 884 76 45 · info@stocker-immobilien.ch · Homepage: www.stocker-immobilien.ch